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Presse.
Lesen Sie hier, was die Presse sagt:
WAZ vom 01.07.2010.
von Bernd Nickel
Der
Förster vom Regenwald
Der
Wanne-Eickeler Volker
Grannass rodet in Paraguay Buschland, forstet auf und verspricht
Anlegern
hohe Renditen
Volker Grannass
aus Wanne
-Eickel, Mitte, rodet in Paraguay Buschland, um den Regenwald wieder
aufzuforsten
und eines Tages zu ernten.
Viele unserer
Großväter
haben ihre Brötchen noch mit Kohle und Stahl verdient. Noch
früher beherrschte
die Landwirtschaft die Region, und zu Zeiten des legendären
Ritters Tabo gab
man der Gegend rund um seine Burg den Namen Eickel, weil sie in einem
Eichenwald lag.
Dass man es aber
als Bürger
dieser Stadt allein durch Forstwirtschaft zu etwas bringen konnte, ist
lange
her. Insofern muten die geschäftlichen Aktivitäten
von Volker Grannass (46)
sehr exotisch an. Denn der Wanner besitzt Waldgrundstücke und
solche, die es
werden sollen – nicht ein bisschen Land, sondern etwa 10000
Hektar.
Das ist
fast doppelt so groß wie Herne und Wanne-Eickel zusammen. Und
das kam so:
„Meine Vorfahren stammen aus Ostpreußen und
besaßen dort auch Wald. Insofern
steckt das in der Familie drin. Auch als mein Vater schon hier lebte,
hat er im
Spessart -Wald erworben“, erzählt Volker Grannass,
der 1963 in Wanne-Eickel das
Licht der Welt erblickte und ergänzt: „Auch mir hat
die Beschäftigung im und mit
dem Wald schon immer Spaß gemacht. Das hängt sicher
auch damit zusammen, dass
ich Jäger und Hundefreund bin.“
Dennoch lief die
Beschäftigung mit dem Wald bei Volker Grannass, dem studierten
Volks- und
Betriebswirt, lange Zeit nebenher. „Ich habe 13 Jahre lang
bei
der Kreishandwerkerschaft
gearbeitet, als Geschäftsführer eines
Tochterunternehmens.“ Zum 31. Dezember
2009 hat Grannass diesen Job an den Nagel gehängt. Zu diesem
Zeitpunkt hatte er
die Forstwirtschaft längst in den Mittelpunkt seines
Interesses geschoben. „Die
Faszination für den Wald war ja schon länger da, nach
dem Besitz im Spessart
kamen im Laufe der Jahre weitere Zukäufe in Polen und Russland
dazu. So richtig
los ging es aber mit den Waldprojekten in Paraguay“, erinnert
sich der
Wanne-Eickeler. 2005 hatte er das südamerikanische Land bei
einem Urlaub kennen
gelernt. Grannass: „Es hat mir sehr gefallen. So sehr, dass
ich noch im selben
Jahr zwei weitere Reisen dorthin unternommen habe.“
Und schon
im Jahr 2006
unterschrieb Volker Grannass in Paraguay Verträge, die ihn zum
Besitzer von
4000 Hektar Land machten. In den folgenden Jahren kamen weitere 5550
Hektar
hinzu. Grannass: „Es handelt sich um Buschland. Land, das
einmal Wald war,
dessen Bäume irgendwann gefällt wurden und das dann
sich selbst überlassen
wurde.“ Der Wanne-Eickler hat es sich zur Aufgabe gemacht,
diese weitgehend
ungenutzten Flächen wieder urbar zu machen: „Wir
roden das Buschland und
forstenstattdessen
den tropischen Regenwald wieder auf.“ Wenn Grannass
„wir“ sagt, meint er die
Firma „Global Forest“, deren
Geschäftsführer er ist und die zur Haranni
Consulting GmbH gehört.
Konkret sind es
natürlich
Bewohner Paraguays, die diese
Arbeit für „Global Forest“ erledigen.
„Wir schaffen also Arbeitsplätze vor Ort.
Etwa 100 Leute sind zeitweise für mich tätig, davon
auch viele Frauen, wenn es
ums Pflanzen geht“, sagt der Wanne-Eickeler, dessen
nächste Reise nach Paraguay
schon gebucht ist. Ab dem 28. August sollen innerhalb von sechs Wochen
226 Hektar
bepflanzt werden. Die Preise beim Landerwerb in Paraguay schwanken
stark. „Zwischen
100 und 1500
Euro, je nach Lage. In der Nähe der Hauptstadt ist es
natürlich teuerer als
irgendwo in der Wildnis. Auch die Verkehrsanbindung spielt eine
wichtige
Rolle“, erläutert Volker Grannass. Wiederaufforstung
von tropischem Regenwald,
das hörtsich
nach einem ökologischen Vorzeigeprojekt an, ist aber neben dem
Naturschutzgedanken, der nach Aussage von Grannass
„natürlich auch eine große
Rolle spielt“, ein forstwirtschaftliches Geschäft.
Grannass: „Wir pflanzen Bäume,
die je nach Sorte nach 12 bis 20 Jahren geerntet werden
können.“ Für Anlagen in
Holz wird mit hohen Renditen geworben. Grannass verspricht Anlegern,
die von
„Global Forest“ Wald pachten, eine Rendite von 9,5
bis 11 Prozent.
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