Presse.

Lesen Sie hier, was die Presse sagt:

WAZ vom 01.07.2010.

von Bernd Nickel

Der Förster vom Regenwald

Der Wanne-Eickeler Volker Grannass rodet in Paraguay Buschland, forstet auf und verspricht Anlegern hohe Renditen

Volker Grannass aus Wanne -Eickel, Mitte, rodet in Paraguay Buschland, um den Regenwald wieder aufzuforsten und eines Tages zu ernten.

Viele unserer Großväter haben ihre Brötchen noch mit Kohle und Stahl verdient. Noch früher beherrschte die Landwirtschaft die Region, und zu Zeiten des legendären Ritters Tabo gab man der Gegend rund um seine Burg den Namen Eickel, weil sie in einem Eichenwald lag.

Dass man es aber als Bürger dieser Stadt allein durch Forstwirtschaft zu etwas bringen konnte, ist lange her. Insofern muten die geschäftlichen Aktivitäten von Volker Grannass (46) sehr exotisch an. Denn der Wanner besitzt Waldgrundstücke und solche, die es werden sollen – nicht ein bisschen Land, sondern etwa 10000 Hektar. 

Das ist fast doppelt so groß wie Herne und Wanne-Eickel zusammen. Und das kam so: „Meine Vorfahren stammen aus Ostpreußen und besaßen dort auch Wald. Insofern steckt das in der Familie drin. Auch als mein Vater schon hier lebte, hat er im Spessart -Wald erworben“, erzählt Volker Grannass, der 1963 in Wanne-Eickel das Licht der Welt erblickte und ergänzt: „Auch mir hat die Beschäftigung im und mit dem Wald schon immer Spaß gemacht. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass ich Jäger und Hundefreund bin.“

Dennoch lief die Beschäftigung mit dem Wald bei Volker Grannass, dem studierten Volks- und Betriebswirt, lange Zeit nebenher. „Ich habe 13 Jahre lang bei der Kreishandwerkerschaft gearbeitet, als Geschäftsführer eines Tochterunternehmens.“ Zum 31. Dezember 2009 hat Grannass diesen Job an den Nagel gehängt. Zu diesem Zeitpunkt hatte er die Forstwirtschaft längst in den Mittelpunkt seines Interesses geschoben. „Die Faszination für den Wald war ja schon länger da, nach dem Besitz im Spessart kamen im Laufe der Jahre weitere Zukäufe in Polen und Russland dazu. So richtig los ging es aber mit den Waldprojekten in Paraguay“, erinnert sich der Wanne-Eickeler. 2005 hatte er das südamerikanische Land bei einem Urlaub kennen gelernt. Grannass: „Es hat mir sehr gefallen. So sehr, dass ich noch im selben Jahr zwei weitere Reisen dorthin unternommen habe.“ 

Und schon im Jahr 2006 unterschrieb Volker Grannass in Paraguay Verträge, die ihn zum Besitzer von 4000 Hektar Land machten. In den folgenden Jahren kamen weitere 5550 Hektar hinzu. Grannass: „Es handelt sich um Buschland. Land, das einmal Wald war, dessen Bäume irgendwann gefällt wurden und das dann sich selbst überlassen wurde.“ Der Wanne-Eickler hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese weitgehend ungenutzten Flächen wieder urbar zu machen: „Wir roden das Buschland und forstenstattdessen den tropischen Regenwald wieder auf.“ Wenn Grannass „wir“ sagt, meint er die Firma „Global Forest“, deren Geschäftsführer er ist und die zur Haranni Consulting GmbH gehört. 

Konkret sind es natürlich Bewohner Paraguays, die diese Arbeit für „Global Forest“ erledigen. „Wir schaffen also Arbeitsplätze vor Ort. Etwa 100 Leute sind zeitweise für mich tätig, davon auch viele Frauen, wenn es ums Pflanzen geht“, sagt der Wanne-Eickeler, dessen nächste Reise nach Paraguay schon gebucht ist. Ab dem 28. August sollen innerhalb von sechs Wochen 226 Hektar bepflanzt werden. Die Preise beim Landerwerb in Paraguay schwanken stark. „Zwischen 100 und 1500 Euro, je nach Lage. In der Nähe der Hauptstadt ist es natürlich teuerer als irgendwo in der Wildnis. Auch die Verkehrsanbindung spielt eine wichtige Rolle“, erläutert Volker Grannass. Wiederaufforstung von tropischem Regenwald, das hörtsich nach einem ökologischen Vorzeigeprojekt an, ist aber neben dem Naturschutzgedanken, der nach Aussage von Grannass „natürlich auch eine große Rolle spielt“, ein forstwirtschaftliches Geschäft. Grannass: „Wir pflanzen Bäume, die je nach Sorte nach 12 bis 20 Jahren geerntet werden können.“ Für Anlagen in Holz wird mit hohen Renditen geworben. Grannass verspricht Anlegern, die von „Global Forest“ Wald pachten, eine Rendite von 9,5 bis 11 Prozent.


FAZ vom 08.05.2010.

von Nadine Oberhuber

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Wald wächst immer, egal welche Stürme an den Weltbörsen toben. Darum sei er gut, heißt es, um Stabilität ins Depot zu bringen. Und je mehr die Weltbevölkerung wächst, desto mehr Holz braucht sie, um Häuser zu bauen, Möbel zu fertigen und ihren Lebensraum mit Paneelen auszukleiden. So stiegen die Holzpreise weiter und damit die Rendite im Depot. Aber ist es wirklich so simpel?

Natürlich nicht, aber es lohnt sich, über diese Art der Grünanlage nachzudenken. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO rechnet damit, dass der Holzverbrauch bis 2050 um die Hälfte zunehmen wird, getrieben vom wirtschaftlichen Aufstieg in Indien und China. Zudem schätzt der World Wildlife Fund WWF, dass der Regenwald beständig schrumpft und bis 2030 die Hälfte davon zerstört sein wird. Das alles wird auch die Preise von Holz in die Höhe treiben. Darum gilt der Wald als Wirtschaftssektor mit den höchsten Wachstumsprognosen, und es erscheint lohnend, seine Anpflanzung zu fördern. Das haben auch die Stiftungsfonds großer amerikanischer Universitäten erkannt, die schon seit den 80er Jahren in Wälder investieren.

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Sinkt der Holzpreis, lässt man die Bäume eben ein Jahr länger stehen. In der Zeit wachsen sie um 8 Prozent, die man später zusätzlich abholzen kann. Das ist der "biologische Zins".

FAZ vom 21.03.2010.

Mit Waldinvestments sind Anleger nicht auf dem Holzweg

Der Tag des Waldes wird am heutigen Sonntag begangen, Grund genug für eine kleine Bilanz: Mit dem Zustand des Waldes auf der Welt lässt sich nämlich Geld verdienen. Holz ist ein begehrter Rohstoff, der angesichts der wachsenden Weltbevölkerung auch immer stärker gebraucht und zu Produkten verarbeitet wird. Seien es nun Möbel oder Papier, Baumaterialien oder Verpackungen, die daraus hergestellt werden. Da die Waldfläche weltweit schrumpft, steigen die Preise für viele Holzarten. Darauf - und auf die gewinnbringende Bewirtschaftung von Waldflächen - setzen Forstfirmen und Plantagen. ... (nadu.)

Der Aktionär vom 20.01.2010.

Empfehlung des Monats

Der Wald ruft

Holz ist ein umweltfreundlicher, erneuerbarer Roh-, Bau- und Werkstoff und auch als Investment sehr attraktiv. Anleger können auf Waldfonds setzen.

Carl von Carlowitz, Edelmann und frommer Lutheraner war seiner Zeit weit voraus. Während seiner Reise durch Europa bemerkte er, dass überall mehr Holz gefällt wurde, als nachwachsen konnte. Für von Carlowitz ein nicht hinnehmbarer Zustand. Deswegen forderte er in seinem Werk „Sylvicultura oeconomica“ die „Kontinuierliche beständige und nachhaltende Nutzung“ der Wälder.

Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist also keinesfalls eine Erfindung der Neuzeit. Die „Sylvicultura oeconomica“ erschien bereits im Jahr 1713. Und sie ist aktueller denn je, denn in vielen Regionen werden riesige Wälder zerstört. Allein zwischen 2000 und 2005 lagen die Waldverluste bei 7,3 Millionen Hektar jährlich. „Es ist heute notwendiger denn je, mit den verbliebenen Waldressourcen sorgsam und schonend umzugehen“, sagt Florian Maack, Geschäftsführer des Emissionshauses Nordcapital. „Eine nachhaltige Bewirtschaftung bedeutet, die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen eines Waldes zu erhalten.“  Genau hierauf basiert das Konzept der Waldfonds.

Profis setzen auf Holz

Aber der Reihe nach. Seit einigen Jahren erkennen immer mehr Anleger –so auch die milliardenschweren Stiftungsfonds der amerikanischen Eliteuniversitäten Harvard und Yale – die Vorzüge des Wirtschaftsgutes Wald. Allein in Europa wird zwischen 2000 und 2020 mit einer Steigerung des Verbrauchs von Rundholz um bis zu 40 % gerechnet. Darüber hinaus entsteht aus der starken Bevölkerungsentwicklung in den aufstrebenden Staaten Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas ein weiteres großes Nachfragepotential. Experten rechnen damit, dass der weltweite Zellstoffverbrauch bis 2020 auf fast 300 Millionen Tonnen steigen wird. Während Produktion und Konsum von Zellstoff bis Ende 2009 rückläufig waren, gehen Marktkenner davon aus, dass sich die Herstellung und das Handelsvolumen von Holzpellets bis 2012 verdoppeln werden. Auch Themen wie erneuerbare Energien und klimapolitische Ziele begünstigen zukünftige Wertsteigerungen von Holz. 100 Tonnen Mischwald binden etwa 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr. (Anmerkung: In den Tropen sogar 3.000 Tonnen pro Jahr)

Waldinvestments zeichnen sich durch hohen Inflationsschutz und geringe Volatilität aus. Zudem korrelieren sie kaum  mit Aktien und Anleihen. Durch das ausgeklügelte Konzept sind Waldfonds eine ideale alternative Anlage.  (Zumal die avisierte Ausschüttung, nach der geplanten Laufzeit,  von der Gesellschaft eher konservativ kalkuliert ist.)

(deu)


Focus Money vom 12.11.2008.

Starke Holzklasse
Mit Baumbeständen im Depot von der biologischen Rendite profitieren

von Werner Müller

Investieren Sie in Grund und Boden – das Produkt wird nicht mehr hergestellt“, die alte Weisheit des Autopioniers Henry Ford ist angesichts der weltweiten Finanzkrise wieder aktueller denn je. Bei solch hochvolatilen Kapitalmärkten müssten echte Sachwertanlagen mit relativ stabiler Performance eigentlich stark gefragt sein. Doch Anleger scheren derzeit offensichtlich alles über einen Kamm und lassen die Finger von sämtlichen Produkten, die nicht als bonitätsstarke Staatspapiere durchgehen. Dieser Käuferstreik macht auch der Beteiligungsbranche schwer zu schaffen. ... Das dürfte nach dem baldigen Ende der Schockstarre dazu führen, dass auch Anleger wieder einen genaueren Blick auf die Produkte werfen und in aussichtsreiche Modelle investieren.

Wer dabei Henry Fords Tipp beherzigen will, aber bei Immobilienobjekten noch vom Hauspreisverfall in den USA als Auslöser der Finanzkrise emotional abgeschreckt wird, der hat jetzt eine echte Alternative an Bodeninvestments: Wälder. War die Forstwirtschaft bisher ein Privileg von alteingesessenen Großgrundbesitzern wie Adelshäusern oder Kirchen sowie von institutionellen Investoren, erhalten seit Kurzem auch Privatanleger … Zugang zur Holzklasse.  „Waldinvestments sind stabile Sachwerte, bieten Inflationsschutz, erwirtschaften historisch gesehen hohe Renditen, sind flexibel nutzbar und haben eine äußerst geringe Korrelation zu den derzeit schwierigen Kapitalmärkten“, fasst Alexander Bernth die Vorteile zusammen.

Wald wächst immer. Dabei können sich Forsteigentümer auf die nachhaltigen Eigenschaften von Holz als einem der ältesten Rohstoffe der Welt verlassen. Selbst wenn Aktien- und Anleihenkurse fallen, die Wirtschaft lahmt und Immobilien leer stehen – der Wald wächst einfach weiter. Und er wird dabei sogar immer wertvoller. Jeder neue Jahresring des Baums lässt quasi als natürlicher Zins und Zinseszins die ökologische Rendite steigen. Denn das biologische Wachstum macht fast drei Viertel der Wertschöpfung von Waldbeständen aus.


„Dem steigenden Bedarf an Holz steht eine immer knapper werdende Verfügbarkeit von Wald gegenüber“, erklärt Florian Maack, Geschäftsführer des Nordcapital Emissionshauses. „Allein für Europa wird bis 2020 mit einer Steigerung des Rundholzverbrauchs von bis zu 40 Prozent gerechnet. Parallel gehen pro Jahr 7,3 Millionen Hektar naturnahe Waldflächen, etwa durch Urbanisierung, verloren.“ Folge: langfristig steigende Preise. Hinzu kommt, dass Holz vielfältig einsetzbar ist. Selbst in der einfachsten Variante ist es noch als guter Brennstoff gefragt. Investoren sind jedoch bemüht, möglichst hochwertige Stämme auf den Markt zu bringen, was sich dann auch in höheren Preisen niederschlägt.

Um das Potenzial aber optimal zu nutzen, braucht es Nachhilfe. „Wichtig ist deshalb ein erfahrenes Forstmanagement, das den Wald von Beginn an professionell hegt und pflegt“, erklärt Robert Massing. „Ohne einen vernünftigen Bewirtschaftungspartner, der auch den Marktzugang gewährleistet, macht ein Waldinvestment keinen Sinn.“ Die Aufgaben erstrecken sich von der richtigen Aussaat und Düngung über ständige Pflege und Unterholzbeseitigung bis zur passenden Durchforstung sowie der Risikovorsorge gegen Naturkatastrophen wie Wind, Wasser, Feuer oder Schädlinge.
Ebenso wichtig ist die Diversifizierung des Waldportfolios, insbesondere im Hinblick auf verschiedene Altersklassen der Bäume. Dabei sollten Anleger sich nicht von dem aus Deutschland bekannten langsamen Baumwachstum und den eher mageren Waldrenditen beeinflussen lassen. Denn das Holz wächst in den von den Fonds bevorzugten Gebieten der USA oder Mittelamerikas klimabedingt deutlich schneller und profitabler als hierzulande.

Allerdings dürfen sie sich umgekehrt auch nicht von hohen Vergangenheitsrenditen blenden lassen. Die Holzmärkte sind reifer geworden und Schnäppchen damit unwahrscheinlicher. Langfristig stabile und gute Erträge sollten aber allemal drin sein. Zumal weitere Ertragsquellen wie beispielsweise ein lukrativer CO2-Emissionsrechte-Handel möglich sind.

Im Überblick – Auf Wald setzen

Stabiler Sachwert. Grund und Boden haben physische Substanz, sind knapp bemessen und nicht vermehrbar. Die Baumbestände haben zudem einen eigenen Wert.

Nachwachsender Rohstoff. Als biologische Rendite kommt Jahr für Jahr Mengen- und Qualitätswachstum der Stämme hinzu.

Große Nachfrage. Steigende Bevölkerungszahlen und zunehmender Wohlstand lassen den Holzbedarf wachsen. Zugleich geht das Angebot an Forstflächen durch Abholzung und Bebauung zurück.

Geringe Korrelation. Die Entwicklung der Waldpreise verläuft weitgehend unabhängig von anderen Anlageklassen. Wald wächst immer, ist daher grundsätzlich für jedes diversifizierte Depot interessant.

Inflationsschutz. Die Steigerungsrate der Holzpreise lag in der Regel weit über den Inflationswerten. Sie können zwar mal zurückgehen, aber nicht ganz verfallen.

Gute Ertragschancen. Durch intensive Forstwirtschaft lässt sich die natürliche Rendite nochmals deutlich steigern. Außerdem sind Zusatzverdienste etwa durch CO2-Zertifikate-Handel drin.

Vielseitig verwendbar. Holz eignet sich in jeder Wachstumsphase zur Weiterverarbeitung. mittelamerika edelhölzer aufforsten

Ein lukratives Marktsegment, erwirtschaften doch Edelhölzer mit einem Anteil von nur drei Prozent des globalen Holzaufkommens immerhin 15 Prozent des Gesamtumsatzes. Gründe dafür sind die steigende Nachfrage dank wachsenden Wohlstands.

95 Prozent der Edelhölzer stammen dabei aus schrumpfenden Naturwäldern. Aber lediglich ein Viertel des Flächenschwunds wird durch neue Aufforstungen kompensiert. „Das Holz wird auch knapper, weil das wilde Abholzen durch Verbote oder schlicht durch den unerlaubten Einschlag selbst weniger wird“, sagt Leo Pröstler. Das lässt die Preise für den nachhaltigen Waldbau weiter anziehen. Umweltschonende Plantagenbewirtschaftung genießt daher einen hohen Stellenwert.
Unter den Edelhölzern gilt Teak als Premium-Rohstoff. Denn es ist durch seinen natürlichen Ölgehalt wasserabstoßend, witterungsbeständig und feuerfest. Zudem ist es resistent gegen Ungeziefer, Schädlinge und Pilze. Die hohe Dichte und Festigkeit des Holzes machen Teak sehr begehrt. Es wächst nur in einem relativ schmalen Tropengürtel um den Äquator, gedeiht sehr schnell und hat bereits nach knapp 15 Jahren eine hervorragende Qualität erreicht.

Hamburger Abendblatt vom 29.03.2008.

Holz bringt Kohle
Die Nachfrage nach Holz und Papier ist deutlich gestiegen. Neben Öl und Erdgas ist Holz der wichtigste Rohstoff weltweit. Sein Vorteil: Er wächst nach.

von Stefan Preissler

Nach Öl und Gold rückt ein weiterer Rohstoff in das Visier der Anleger: Holz. Neben Öl und Erdgas liefern Bäume den wichtigsten Rohstoff der Erde - und sie wachsen nach. Der weltweite Holzverbrauch hat sich seit 1960 verdreifacht, und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Das hohe Wirtschaftswachstum in asiatischen und osteuropäischen Ländern sorgt für hohe Nachfrage. Der erhöhte Lebensstandard dort steigert die Nachfrage nach Holz und Papier zudem. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen schätzt, dass allein der Holzbedarf Chinas bis zum Jahr 2050 um mehr als 50 Prozent steigen wird. Gleichzeitig wird der Rohstoff für die Infrastruktur, den Wohnungs- und Brückenbau benötigt. Kamin- und Pelletheizungen benötigen Holz. "Die Preise für den Rohstoff Holz stehen vor einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung", prognostiziert ein Report des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts. Wer Holz nutzt, bekam die Preissteigerungen schon in den vergangenen Jahren auch bei uns zu spüren. Der Holzpreis-Index des Verbandes deutscher Forstleute ist seit 2005 um 80 Prozent gestiegen. Schon in der Vergangenheit hat sich Holz als gutes Investment erwiesen. Der US-Waldbesitzerindex NCREIF Timberland Property brachte in den vergangenen 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 15 Prozent und schnitt damit besser als Aktien oder Anleihen ab.

Ein solcher Trend ruft auch die Entwickler von Zertifikaten auf den Plan. Man beteiligt sich an einem Korb von Aktien, die im Holzmarkt aktiv sind. Das Auf und Ab der Börse muss deshalb kalkuliert werden, obwohl die Anlage Holz gerade einen anderen Vorteil bietet. Denn der Wert der Wälder entwickelt sich losgelöst von der Börse. Die Experten nennen das negative Korrelation. Direkte Waldinvestments können so Stabilität in das Depot bringen. Dagegen weisen wegen der Börsenturbulenzen viele Holzzertifikate auf Sicht von einem Jahr Verluste von 20 bis 30 Prozent aus. Die Ratingagentur Scope Analysis hat die Holzzertifikate genauer beobachtet. Als aussichtsreich in Bezug auf Produktstruktur, Kosten, Dividenden und Handelsqualität wurden das Global Forest and Timber Zertifikat der DWS (ISIN: DE000DWS0H49), das Timber Index Zertifikat der Societe General (DE000SG0TBX1) und das Zertifikat von Goldman Sachs (DE000GS0TWA5) auf den S&P Global Timber & Forestry Index eingestuft. Vor allem das DWS-Zertifikat überzeugte die Experten von Scope wegen der Zusammensetzung. Es sind nur Firmen enthalten, die einen Börsenwert von mehr als 100 Millionen Dollar haben und eine gute Handelbarkeit aufweisen. ABN Amro bietet ein Direktinvestment in den Rohstoff Holz über ein Zertifikat an (DE000AA0M624). Doch da es sich nur auf Bauholz bezieht, bietet es für den Anleger keine Diversifikation.

Eine Alternative zu den Schwankungen der Märkte ist der direkte Waldbesitz. ... Daneben kann man sich direkt an Unternehmen beteiligen, die Wälder besitzen und bewirtschaften. ...


Focus Money vom 10.03.2008.

Holz-Investments - Wachstum fürs Depot
Wald bringt Stabilität ins Wertpapierportfolio – in Form von Aktien, Zertifikaten und geschlossenen Fonds. Lohnende Produkte für Anleger.

Von FOCUS-Money-Redakteur Christian Bieker

Die Nachfrage steigt, und damit die Preise. Die Stiftungsfonds der Universitäten Yale und Harvard tun es seit über 20 Jahren. Adelsfamilien und Großgrundbesitzer sowieso. Seit Kurzem entdecken auch Privatanleger eine neue Investitionsklasse: den Wald. Bäume sind neben Öl und Gas der wichtigste Rohstoff der Erde. Holz ist Brennstoff und Basisprodukt für Möbel und Papier. Die Nachfrage nach Nutz- und Edelhölzern steigt mit der Weltbevölkerung. 1,3 Kilo Holzprodukte verbraucht ein Mensch im Schnitt pro Tag. Bis 2030 werden rund zwei Milliarden Menschen mehr auf der Erde leben als heute.

Der Rohstoffhunger von Schwellenländern wie China und Indien erhöht den Bedarf zusätzlich. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO schätzt, dass allein der Holzbedarf Chinas bis zum Jahr 2050 um mehr als 50 Prozent steigen wird.
Die globale Nachfrage nach Rundholz, also nicht verarbeiteten Stämmen, verdoppelt sich bis 2030 auf rund 800 Millionen Kubikmeter, erwartet das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI).
„Die Preise für den Rohstoff Holz stehen vor einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung“, prognostiziert der HWWI-Report „Klimawandel – Strategie 2030“. Anzeige
Die Nachfrage nach Holz steigt stetig.
Einen Vorgeschmack erhielten im vergangenen Jahr Hausbesitzer, die ihre Heizungen für viel Geld auf Pelletöfen umgerüstet hatten. Die Preise für die gepressten Späne kletterten im Winter 2007 auf das Rekordhoch von 260 Euro pro Tonne – das Heizen mit den Holzchips war plötzlich genauso teuer wie das mit Öl. Seither fielen die Pelletpreise aber wieder um ein Drittel.

NTV-Online vom 16.04.2007.

Von Markus Jakubowski, Derivate-Spezialist von der Société Générale

Die positive Preisentwicklung der vergangenen Jahrzehnte spricht für sich ein Investment in Holz ermöglicht eine stabile und kontinuierliche Wertsteigerung. Galt eine solche Kapitalanlage vor wenigen Jahren noch als Geheimtipp, entdecken nun immer mehr Anleger ihr großes Potenzial. Allein in den USA waren am Ende des vergangenen Jahres etwa 18 Milliarden US-Dollar in Holz angelegt. Damit stieg das dort in diesen Rohstoff investierte Kapital von Ende 2003 bis Ende 2006 um etwa 30 Prozent.
Der entscheidende Grund für den Anstieg der Holzpreise ist die starke Nachfrage. Vor allem durch das hohe Wirtschaftswachstum der asiatischen und osteuropäischen Länder und dem damit verbundenen Anstieg des Lebensstandards ist ein erhöhter Bedarf an Holz vorhanden. Dabei werden neben Bauholz vor allem Holzprodukte wie Möbel, Papier oder Zellulose benötigt. Auch die Erfindung der Holzpellets hat zu diesem Boom beigetragen. Holzpellets werden aus Sägemehl und Holzspänen gepresst und lassen sich so komfortabel verbrennen wie Öl oder Gas. Aufgrund der Umweltfreundlichkeit erfreut sich diese Heizmethode zunehmender Beliebtheit.
Holz als Energielieferant. Darüber hinaus teilt Holz das gleiche Schicksal wie die anderen regenerativen Energieträger.
Aufgrund der Endlichkeit fossiler Brennstoffe und der unkontrollierbaren Risiken der Atomkraft wird die Nachfrage nach Alternativen in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Gegenüber Wind und Sonnenenergie verfügt Holz durch seine Lagerfähigkeit über einen wichtigen Vorteil. Da bei der Holzverbrennung nur soviel Kohlendioxid (CO2) an die Luft abgegeben wird, wie zuvor von den Pflanzen aufgenommen wurde, gilt diese Form der Energieerzeugung als besonders umweltfreundlich. Und nicht zuletzt überzeugt Holz durch eine weitere Eigenschaft: Die Renditen eines Holzinvestments weisen nur eine geringe Korrelation zu der Wertentwicklung an den Aktienund Rentenmärkten auf und es bietet sich damit auch als Depotbeimischung an.
Das Open End Index-Zertifikat auf den TIMBEX
In Zusammenarbeit mit dem Indexanbieter Dow Jones Indexes hat die Société Générale den World Timber Total Return Index (TIMBEX) aufgelegt, der die fünfzehn weltweit größten Unternehmen enthält, die im Bereich der Holzwirtschaft tätig sind.
Mit einem Open End Index-Zertifikat (WKN: SG0TBX) auf diesen Index haben Anleger die Möglichkeit, gleichzeitig in diese Unternehmen zu investieren und so von den Wachstumschancen der Holzwirtschaftsbranche zu profitieren.


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